Albert Schweitzer in Lambarene

„Mein Gehen nach Afrika ist ein Gehorsam gegen Jesus.”

Albert Schweitzer, 1931

Als Albert Schweitzer sich mit 21 Jahren entschloss, ab dem 30. Lebensjahr sein Leben nur noch dem unmittelbaren menschlichen Dienen zu widmen, wusste er noch nicht, wo ihn dieses Dienen hinführen würde. Zunächst dachte er an eine Tätigkeit in Europa, plante, verlassene oder verwahrloste Kinder aufzunehmen und zu erziehen oder sich Vagabunden und entlassenen Gefangenen zu widmen. Doch sein Weg sollte ein anderer sein. Es dauerte einige Zeit, bis er Klarheit fand. Wie es dazu kam, beschrieb er selber so:

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Paradies oder Schlaraffenland?

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde und irgendwann auch den Menschen, so zumindest berichtet es die biblische Schöpfungsgeschichte. Gott schuf den Menschen als Mann und Frau, Adam und Eva, pflanzte ihnen einen Garten, setzte sie hinein und segnete sie. Das war das Paradies. Die Menschen lebten in Einheit mit Gott, und Gott gab ihnen alles, was sie zum Leben brauchten. Doch dann kam der Sündenfall, und die Menschen fielen heraus aus der Einheit mit ihrem Schöpfer. Von nun an mussten sie sich selbst mit Müh und Plage erarbeiten, was sie zum Leben brauchten – im Schweiße ihres Angesichts. So die Geschichte.

Doch es gibt noch eine andere Geschichte, ein Märchen, nicht vom Paradies, sondern von einem Land, in dem es zwar keinen Gott, aber ansonsten alles im Überfluss gibt, was Herz und Gaumen begehren: das Schlaraffenland. „Paradies oder Schlaraffenland?“ weiterlesen

Filmempfehlung: Shoah von Claude Lanzmann

Lanzmann: ShoahIch möchte Ihnen diesen Film nicht empfehlen, weil er sehr positiv, spirituell oder aufbauend wäre, das ist er nicht, sondern weil er von einem Geschehen erzählt, das niemals in Vergessenheit geraten sollte. Als gelernter Historiker halte ich es für eine Notwendigkeit, die Erinnerung an den Holocaust und die damit verbundenen Greuel wachzuhalten. „Filmempfehlung: Shoah von Claude Lanzmann“ weiterlesen