Gottes Herrlichkeit

Heim in Gottes Herrlichkeit

Die letzten Momente im Erdenkörper

© Thomas Eich

Es öffnet sich vor meinem Blick
Ein großes, lichtes, hehres Tor
Und rufet dorthin mich zurück,
Von wo ich einstens ging hervor.

Dann tritt ein Engel zu mir hin
Und sagt: „Die Stund’ ist nah.“
Wie Wehmut schleicht’s durch meinen Sinn:
Nun ist die Zeit des Abschieds da.

All meine Lieben soll ich lassen?
Soll dieses nun das Ende sein?
Doch will die Stund’ ich nicht verpassen,
Da der Vater mich ruft heim.

Wie freut’ ich mich doch all die Jahre,
Als ich im Erdenkampfe stand,
Und für das Gute, Lichte, Wahre
In mir die Kampfeslust entbrannt’.

Wie freut’ ich mich auf diese Stunde,
Wenn einst der Kampf zu Ende geht,
Und mir in meines Herzens Grunde
Die wahre Heimat neu ersteht.

So will ich nun mein Leben legen
Dem Einen in die güt’ge Hand,
Will hoffen auf des Höchsten Segen,
Dass Er mich führt ins Heimatland.

Nun hör’ ich Seine heil’ge Stimme,
Sein heil’ger Ruf, es ist so weit.
Im Liebesstrom ich heimwärts schwimme,
Heim in Gottes Herrlichkeit.

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