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Kategorie: Texte

Im Land der Phantasie

Im Land der Phantasie

Ein Idyll

© Thomas Eich


Fertig. Aufatmend lehnte er sich zurück. Da lag es vor ihm: sein Werk. Eine wahre Meisterleistung. Eine kleine Stadt war es geworden, mit einer Polizeistation, einem Supermarkt und einigen Einfamilienhäusern. Zufrieden betrachtete er, was seine Phantasie geschöpft hatte. Welch schönes Bild! Welche Harmonie die Gebäude verband!

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Nero und die Christen

Nero und die Christen

Ein Radiofeature

(Auszug)

© Thomas Eich


Zuspiel 1
:
Prasseln, Knistern und Zischen eines riesigen Feuersturms / Schreie von Menschen / Einstürzende Gebäude (Quo vadis)

Regie:
anspielen, dann unter Reporter liegen lassen

Reporter (fiktiv):
(aufgeregt laut, kann das Getöse kaum übertönen)

Wir stehen hier am Ufer des Tiber. Um uns herum wüten die Flammen. Eine riesige Feuersbrunst wälzt sich über die Stadt. Rom brennt. Drei Bezirke sind schon zerstört. Die Menschen springen in ihrer Verzweiflung in den Fluss. Überall liegen Tote und Verletzte

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Unzählige Geheimnisse

Unzählige Geheimnisse

Nachwort zu meinem Roman

KAMPF UM DEN GARTEN GOTTES

© 2009 Thomas Eich-Verlag


Unzählige Geheimnisse birgt die Schöpfung, von denen wir Menschen nichts mehr wissen, nicht einmal mehr etwas ahnen. Wir können zwar vieles mit dem Verstand erklären, wodurch die Wunder der Schöpfung für uns das Wunderbare verlieren, aber den tieferen Sinn und die inneren Zusammenhänge in der Natur kennen wir nicht mehr. Wir haben das Wissen verloren, welche Herrlichkeit der Schöpfer für diese Erde bestimmt hat.

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Göttliche Bergsteiger

Göttliche Bergsteiger

Aus der Einleitung zu meinem Buch

DER GRALSWEG

© 2013 Thomas Eich-Verlag


Inmitten einer großen Ebene liegt ein mächtiger, hoch aufragender Berg von gewaltiger Ausdehnung. Rund um diesen Berg leben verschiedene Völker. Die einen nahe dem Berg, die anderen weiter weg, die einen auf der Nordseite, die anderen auf der Südseite, die einen im Westen, die anderen im Osten. Sie alle gehen ihren alltäglichen Beschäftigungen nach. Die meisten dieser Menschen haben sich längst an den Berg gewöhnt. Sie sind so in ihre eigenen

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Albert Schweitzer – sein Leben

Albert Schweitzer – sein Leben

Albert Schweitzer (1875-1965)
Albert Schweitzer (1875-1965) – (Pressebild des AISL)


Kurzbiografie eines außergewöhnlichen Menschen


© Thomas Eich

„The greatest man in the world“
(Life Magazin 1947)

Albert Schweitzer (1875-1965) ist einer der Menschen, denen man mit noch so ausführlichen Würdigungen nie ganz gerecht werden wird. Er gilt als einer der

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Die Toskana

Die Toskana

Text für ein Reiseziel

© Thomas Eich


Die Toskana – ein Landschaft gewordener Traum


Sie lieben Sonne, Kultur und gutes Essen? Dann reisen Sie diesen Sommer in die Toskana!

Stellen Sie sich vor, Sie werden morgens wach, öffnen die Fensterläden, saugen eine wunderbar milde Brise in Ihre Lungen und blicken hinaus auf ein Meer sanfter Hügel. Aus den Tälern steigen liebliche Frühnebel, und über allem liegt ein goldenes Morgenlicht, wie man es nur hier findet. Dann machen Sie sich auf: wandern, fahren, erkunden und

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Geschichtenerzähler

Geschichtenerzähler

Die Verantwortung des Geschichtenerzählers

Gedanken zur Aufgabe von Literatur

© Thomas Eich


Seit uralten Zeiten bereichern Geschichten das Leben der Menschen. Ob Mythen, Märchen oder Legenden, Romane, Epen oder Kurzgeschichten, ob im Schein des Lagerfeuers erzählt, auf der Bühne aufgeführt oder für die Leinwand gefilmt – immer haben Geschichten die Menschen fasziniert, ergriffen und in ihren Bann geschlagen. Geschichten sind aus unserem Leben nicht wegzudenken. Sie begleiten uns seit frühester Kindheit, helfen uns, die Mühen des Lebens zu ertragen, und entführen uns aus dem tristen Grau des Alltags, unterhalten, ergötzen.

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Der Einsiedler

Der Einsiedler

Geschichte einer besonderen Begegnung

© Thomas Eich


Er war schon ein komischer Kauz, der alte Einsiedler. Zum ersten Mal begegnete ich ihm, als ich das Dorf meiner Kindheit besuchte und durch den nahen Wald spazierte. Er saß auf einem verwitterten Baumstumpf, und schon von Ferne merkte ich, wie er mich beobachtete. Mit zusammengekniffenen Augen musterte er mich, und als ich gerade an ihm vorübergehen wollte, sprach er mich an.

„So eilig, junger Freund? Willst du nicht die Stille des Waldes genießen?“

Einladend deutete er auf einen zweiten Baumstumpf neben sich. Ich blieb überrascht stehen, suchte mit hochrotem Kopf nach Worten, die ich nicht fand, und setzte mich schließlich nieder, obwohl ich lieber weitergegangen wäre. Nun erwartete ich eine Unterhaltung, doch sie blieb aus.

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Der Fremde

Der Fremde

Märchenhafte Erzählung über einen ungewöhnlichen Besuch

© Thomas Eich


Es waren einmal zwei Brüder, hagere, baumlange Kerls, die als brave Holzfäller nahe dem großen Wald lebten. Der eine, Uwe, war ein mürrischer Bursche, der froh war, wenn er abends die großen Stiefel ausziehen, in bequeme Schuhe schlüpfen und ins Wirtshaus gehen konnte. Der andere, Hubert, war feinsinniger als sein Bruder. Er liebte es, nach der Arbeit durch den Wald zu streifen, dem Abendsang der Vögel zu lauschen und zu beobachten, wie die Mutter Sonne sich hinter dem Wald zur Ruhe begab. Selbst am Sonntag, wenn der fromme Bruder vor dem Frühschoppen andächtig in der Kirche saß, schlich Hubert sich davon, legte sich ins hohe Gras einer Waldlichtung oder kletterte in die ausladenden Äste einer alten Eiche. Während Uwe mit gefalteten Händen der Predigt des Herrn Pfarrer lauschte, sang Hubert mit den Vögeln oder senkte seinen Blick ins gelbe Auge eines Löwenzahns. So in die wohlige Vielfalt der Natur geborgen, kamen ihm oftmals die merkwürdigsten Gedanken. Ehrfurcht vor der Größe der Schöpfung und die bange Frage nach ihrem Schöpfer durchzitterten seine Seele. Wer mochte all die Schönheiten erdacht und geschaffen haben?

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